Haustiere können sich mit Coronavirus infizieren

14. Juli 2020

Der Stand der Wissenschaft:

Posted: 12 Jul 2020 09:07 AM PDT

Was noch vor drei Monaten als unwahrscheinlich galt, ist jetzt Realität: Auch Haustiere können sich mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 infizieren. Weltweit gibt es dafür mittlerweile Beispiele.

Allerdings sind die Fallzahlen sehr gering, und nur Hunde, Katzen, Nerze und Frettchen sind nach bisherigen Erkenntnissen betroffen. Experimentell seien unter anderem Hunde und Katzen infiziert worden, sagt Prof. Dr. Dr. Thomas Vahlenkamp (56), Direktor des Instituts für Virologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Während Hunde keine Symptome zeigten, hätten Katzen – ähnlich wie infizierte Menschen – Atemwegsbeschwerden und teilweise Durchfall bekommen.

„Das Coronavirus scheint sich bei Katzen vermehren zu können“, erklärt Vahlenkamp. Ähnliche Erfahrungen hätten Betreiber von Nerzfarmen in den Niederlanden und Dänemark gemacht, wo die Tiere Atemwegsbeschwerden gezeigt haben und teilweise daran starben. „Infektionen sind möglich, treten aber sehr selten auf, und sie standen immer im Zusammenhang mit einem humanen Fall“, berichtet der Experte. Wenn also Hunde- oder Katzenbesitzer mit dem neuen Coronavirus infiziert sind, besteht auch für ihre Haustiere eine Infektionsgefahr. Weltweit sei aber kein Fall bekannt, bei dem umgekehrt ein infiziertes Tier einen Menschen angesteckt habe. Wer mehrere Hunde und Katzen hält, sollte allerdings wissen, dass sich die Tiere auch untereinander anstecken können.

„Das soll aber nicht zu Verunsicherung bei Hunde- und Katzenbesitzern führen“, sagt Vahlenkamp. Die Zahl der Fälle sei äußerst gering. So habe es unter anderem in Frankreich, Spanien, Belgien, Deutschland, China und den USA einzelne solcher Infektionen gegeben. Auch im Zoo in New York haben sich Tiger infiziert – möglicherweise bei Besuchern oder Tierpflegern. Daraufhin hätten Forscher am Harbin Veterinary Research Institute in China die experimentellen Untersuchungen vorgenommen. Wenn Hunde- und Katzenhalter auf Nummer sicher gehen möchten, können sie ihr Tier auf COVID-19 testen lassen, müssen den Test allerdings selbst finanzieren. Auch das Institut für Virologie der Universität Leipzig bietet solche Tests an.

übernommen aus dem Tierarztblog

Share

Katze und Corona

9. April 2020

Liebe Katzenhalter,  ich würde Euch gerne etwas Substanzielles zum Thema Katze und Corona berichten – geht aber nicht, die Faktenlage ist sehr dünn.

 Prof. Dr. Dr. Thomas Vahlenkamp (56), der Direktor des Instituts für Virologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig, hat dazu einige Aussagen gemacht. Hier Auszüge aus dem Bericht:

„Grundsätzlich sind Coronaviren spezifisch an ihren Wirt adaptiert. Die Übertragung des für den Menschen neuen Coronavirus, wahrscheinlich von Fledermäusen auf den Menschen, stellt hier mit der anschließenden effizienten Mensch-zu-Mensch-Übertragung eine große Ausnahme dar. Das Virus wird bereits ein bis zwei Tage vor dem Auftreten von klinischen Krankheitssymptomen von infizierten Personen ausgeschieden und kann schon zu diesem Zeitpunkt effizient auf andere Personen übertragen werden. Natürlich ist nachvollziehbar, dass sich Tierbesitzer in Anbetracht der weiten Ausbreitung der Infektionen Sorgen um ihre Haustiere machen. Es gibt derzeit allerdings keinen Hinweis darauf, dass Infektionen vom Menschen auf ein Haustier beziehungsweise vom Haustier auf den Menschen wirklich effizient möglich sind.

In Anbetracht der globalen Ausbreitung mit weltweit über einer Million positiv getesteten Sars-CoV-2-Patienten sind die Berichte von Infektionen bei Tieren (ein Hund in China, eine Katze in Belgien und ein Zootiger in New York) bislang wirklich Einzelfälle. Sie zeigen jedoch, dass das Infektionsspektrum des Virus auch Tiere einschließen kann, wenngleich diese Infektionen nur äußerst selten beobachtet wurden.

Trotz der beschriebenen Einzelfälle, ist nach derzeitigem Kenntnisstand davon auszugehen, dass von Haustieren keine Gefahr einer Tröpfcheninfektion für den Menschen ausgeht.“

Besteht die Gefahr, dass infizierte Menschen, die ich Haustier, beispielsweise einen Hund oder eine Katze, streicheln, das Virus an einen anderen Menschen weitergeben, der das Tier danach berührt? Oder anders gefragt: Wie lange hält sich das Virus auf dem Fell?

„Im Allgemeinen sind Coronaviren nicht besonders stabil.  In der Regel erfolgt die Inaktivierung in getrocknetem Zustand innerhalb von Stunden bis maximal zwei, drei Tagen.

Die Übertragung des Virus durch das Streicheln eines Hundes oder einer Katze nach Kontakt mit einer infizierten Person auf eine andere Person ist grundsätzlich möglich. Hierbei ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die Übertragung – beziehungsweise der Kontakt – nicht gleichzusetzen ist mit einer Infektion der Person. Das Streicheln eines Hundes, auf dessen Fell sich infektiöse Viren befinden, führt zunächst lediglich zur Übertragung des Virus. Dieses muss dann aufgenommen werden, um eine Infektion auszulösen.

Bei Berücksichtigung grundsätzlicher hygienischer Maßnahmen, zum Beispiel Händewaschen, können solche Übertragungsmöglichkeiten minimiert beziehungsweise nahezu ausgeschlossen werden. Es liegen weltweit keinerlei epidemiologische Hinweise darüber vor, dass Haustiere als Überträger der Infektion bei ihrer derzeitigen Ausbreitung eine Rolle spielen.

Grundsätzlich gelten für Tierhalter die gleichen Vorsichtsmaßnahmen, die mit den allgemeinen Einschränkungen der physischen Kontaktaufnahme und den entsprechenden Abstandsregelungen verbunden sind.“

Liebe Katzenhalter, für uns heißt das:

  • Händewaschen vor und nach dem Kuscheln.
  • Die Katze nicht vors Gesicht halten, dem Tier nicht ins Gesicht pusten oder gar niesen.
  • Beim Spielen auch mit Tieren auf social distance achten. Ein Ball oder ein Federbüschel am Stiel sind gut geeignet.
  • Katzen lieben ihre Ruhe. Wer jetzt Corona bedingt dauernd zuhause ist, sollte den gewohnten Tagesrythmus im Umgang mit den Samtpfoten beibehalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Share

Qualzucht bei Katzen

20. Januar 2020

Fragt man Menschen, warum sie Haustiere halten, ist die Antwort: „Aus Liebe zum Tier.“ Umso erschreckender ist die Tatsache, dass es so viele Hunde, Katzen, Kaninchen, Vögel, Fische und andere Heimtiere gibt, die durch die Vorliebe für besondere Formen und Farben regelrecht krank gezüchtet wurden.

Die Tierärztekammer Berlin will mit ihrer zweiten Kampagne gegen Qualzucht erneut auf dieses Problem aufmerksam machen. Das umdenken-tierzuliebe hat zwar schon begonnen, wie auch internationale Aktionen gegen Qualzucht zeigen, aber an der Basis ist dieses Umdenken noch nicht angekommen.

Deshalb hier nochmal: Das ist Qualzucht bei Katzen, die das Tier absichtlich krank macht

Katzen kurzköpfiger Rassen z.B. Perser, Exotic Shorthair leiden durch das Zuchtziel „Kurzköpfigkeit“ häufig an ernsten gesundheitlichen Problemen:

  • Luft/Atemnot durch verengte Nasengänge und zu kleine Nasenhöhlen
  • tränende und entzündete Augen durch zu enge Tränenkanäle
  • Zahnprobleme durch zu kurze oder deformierte Kiefer, in denen nicht mehr alle Zähne Platz haben
  • Neigung zu Schwergeburten
  • gesteigerte Totgeburtenrate

Katzenrassen mit dem Zuchtziel „weiße Fellfarbe“ z.B. Perser, Türkisch Angora, Maine Coon, Devon Rex, Norwegische Waldkatze leiden häufig an:

  • angeborener Taubheit, vor allem in Kombination mit blauer Augenfarbe
  • Augenschäden wie z.B. „Nachtblindheit“; diese Katzen können im Dunkeln nicht oder schlecht sehen

Katzen der Rasse Maine Coon, Perser, Ragdoll oder Britisch Kurzhaar leiden zudem vermehrt unter:

• der erblichen Herzerkrankung „Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)“, bei der es im Verlauf des Lebens zu einer Verdickung des Herzmuskels und Abnahme der Herzleistung kommt.

Share

Ein Katzenbuch zum Verlieben

4. Januar 2020

Ein superschönes Weihnachtsgeschenk und Genuss für ein ganzes Jahr… mindestens.  Auch meine Katze Bijou findet es interessant.

Walter Chandoha. Cats. Photographs 1942–2018

Die schicksalhafte Begegnung mit einer streunenden Katze im Jahre 1949 war für Walter Chandoha der Beginn einer wundersamen Karriere, die ihn zum gefragtesten und bekanntesten Katzenfotografen der Welt werden ließ, lange bevor das Internet die Welt mit felinem Bildgut überschwemmte. In den mehr als siebzig Jahren seines Dienstes an Felis silvestris catus hat er weit über dreißig Bücher veröffentlicht, rund 300 Zeitschriftencover und Tausende von Werbekampagnen mit seinen samtpfotigen Heldinnen und Helden bebildert. 

Share

Wenn die geliebte Katze stirbt – Haustierbestattung in Deutschland

27. November 2019

Sie sind ihr Leben lang treue Freunde, doch wenn sie sterben, stehen ihre Besitzer vor einer schweren Entscheidung: Wie lässt man ein Haustier bestatten?

Es gibt in Deutschland eine Reihe von Regelungen, die festlegen, wie ein Tier bestattet werden darf.

Die meisten Haustiere werden durch einen Tierarzt eingeschläfert. Wer in der Praxis Abschied vom geliebten Freund nimmt und dessen Körper beim Veterinär zurücklässt, überlässt sein Tier der Tierkörperbeseitigung.Das Haustier wird dann mit zahlreichen anderen Tieren und Schlachtresten zunächst zerkleinert, dann gepresst und gemahlen.

Wer seinem Tier einen würdigeren Ruheort wünscht, vergräbt es im eigenen Garten. Hierzu schreibt der Gesetzgeber einige Bestimmungen vor, die beispielsweise die zulässige Größe des Tieres und die Abstände zu öffentlich genutzten Wegen regeln.

Mittlerweile gibt es in Deutschland zahlreiche Tierbestatter. Diese kümmern sich um alles, was nach dem Tod des Tieres zu erledigen ist und verfügen über eine Reihe von würdigen Möglichkeiten der Bestattung. Tierfriedhöfe bieten Trauernden einen besonders schönen Ort, dem geliebten Tier auch nach dessen Ableben ganz nahe zu sein.  Auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf sollen künftig Menschen und Haustiere in einem gemeinsamen Grab liegen dürfen.

Ein Tier einäschern zu lassen, ist eine relativ preiswerte Möglichkeit der Tierbestattung. Haustiere können entweder gemeinsam mit anderen Tieren oder alleine verbrannt werden. Was im Anschluss mit der Asche passiert, hat der Tierhalter selbst in der Hand. Viele verstreuen die Asche im Garten, im Wald oder über dem Meer. Eine einfache Haustier-Einäscherung mit Bestattung oder Urne kostet im Durchschnitt zwischen 60 und 410 €. Dies hängt maßgeblich von der Größe des Tieres und der Art des gewählten Grabes ab.

Es klingt extravagant, ist teuer, aber sehr begehrt: Manche Menschen lassen aus ihrem verstorbenen Tier einen Erinnerungsdiamanten fertigen. Der Vorgang ist dabei denkbar einfach und natürlich. Denn wie auch der menschliche Körper bestehen Haustiere aus rund 18 % aus dem chemischen Element Kohlenstoff. Dies ist auch der Stoff, woraus natürliche Diamanten bestehen. Deshalb ist es möglich, die Asche eines Tieres in einen Diamanten umzuwandeln. Ein Diamant aus Asche kann entstehen, wenn mindestens 200 g Asche oder 18 g Haustierhaare bzw. Federn vorhanden sind. Dies ist für verschiedene Tiere möglich – ganz gleich ob es sich um eine Katze, einen Hund, ein Pferd oder um einen Vogel handelt. Solche speziellen Edelsteine gibt es bereits ab 1500 €.

Share

Gefährlich für Katzen! Pools und Gartenteiche

11. Juli 2019
Katze neben einem Pool im GartenEin Gartenpool kann schnell zur Gefahr für Katzen werden. Gleiches gilt für Teiche und Regentonnen. Wenn die neugierigen Tiere in die Wasserbassins hineinfallen, ist es oft schwierig für sie wieder herauszukommen. Die glatten und abgerundeten Wände von Pools verhindern beispielsweise, dass die Katze den notwendigen Halt findet, um aus dem Wasser zu kommen.

Grundsätzlich können Katzen zwar schwimmen, doch wenn es kein Entkommen gibt, verlassen sie nach einiger Zeit die Kräfte und sie ertrinken.

Die Lösung für dieses Dilemma ist so simpel wie wirksam: Legen Sie einfach ein Brett oder Ähnliches in den Pool, über das die Tiere wieder hinausklettern können. Gleiches gilt für Regentonnen. Zusätzlich bietet sich natürlich auch eine Abdeckung für Tonne und Teich an, damit die Tiere gar nicht erst hineinfallen können. Im Gartenteich helfen flache Ausstiege Katzen dabei, wieder aus dem Wasser herauszuklettern.

© TASSO e.V

Share

Kassel setzt auf Kastration

2. April 2019
Um das Leid von freilebenden, verwilderten Katzen langfristig zu verringern, ist am vergangenen Wochenende in Kassel eine Katzenschutzverordnung in Kraft getreten. Das bedeutet, dass Hauskatzen mit unkontrolliertem Freigang in Zukunft fortpflanzungsunfähig gemacht werden müssen. Weiterhin müssen ihre Halter sie mit einem Transponder oder einer Tätowierung kennzeichnen lassen und bei einem Haustierregister registrieren. Für reine Wohnungskatzen gilt diese Verpflichtung nicht. Andere Gemeinden in Hessen haben ebenfalls bereits Katzenschutzverordnungen eingeführt. Dazu gehören beispielsweise Darmstadt, Hanau und Wiesbaden. (gepostet von Tasso)
Share

Ist Deine Katze glücklich? 11 Wohlfühl-Anzeichen

9. Februar 2019

  1. Schmusen, schmusen, schmusen

Was ist intimer und ein größerer Vertrauensbeweis als eine Katze, die mit ihrem Menschen schmust? Also, wenn Deine Katze ihre Streicheleinheiten einfordert und sich öfter mal zu Dir ins Bett oder auf die Couch schleicht, um sich von Dir ausgiebig durchkraulen zu lassen, dann bist auch wohl Du ein sehr glücklicher Katzenhalter.

  1. Köpfchen, Nase, Körper reiben

Reibt Eure Schmusekatze mal ihr Köpfchen oder Näschen an Euch? Genießt die Aufmerksamkeit. Damit markiert dich Dein Stubentiger. Er sagt: „Du gehörst zu mir!“ und zeigt Dir, dass sie sich in Deiner Anwesenheit wohlfühlt.

  1. Flitzen und toben

Husch, mal hier durchflitzen oder durch den Garten, oder aufs Sofa. Wenn Deine Mieze ein wenig verrücktspielt und rumtobt, dann ist das doch Freude pur! Deine Katze fühlt sich wohl und kann ganz sie selbst sein.

  1. Konzentriertes Spielen

Spielt Dein tierischer Liebling konzentriert mit seiner Maus, der Katzenangel oder mit einem anderen Spielzeug? Wunderbar! Denn Spiel und Beschäftigung ist wichtig für die intelligenten Tiere und wichtig fürs Köpfchen. Und wenn Du Dich auch bewusst mit Deinem Tier beschäftigst, freut es sich umso mehr.

  1. Entspannter Schlaf

Auf dem Rücken liegend mit ausgetreckten Beinen – da kann man unseren felligen Freunden stundenlang beim Schlafen zusehen. Schläft Deine Katze in der Regel entspannt, auch in offenen Räumen und versteckt sich dabei nicht? Dann fühlt sie sich pudelwohl und ihr droht keine „Gefahr“.

  1. Pflege muss sein

Katzen sind sehr reinliche Tiere. Ein glänzendes und sauberes Fell zeigt, dass es Deiner Katze gut geht. Dazu gehört aber nicht übertriebenes oder zwanghaftes Putzen. Sollte Deine Katze solch ein Verhalten aufzeigen, dann solltest Du unbedingt zum Tierarzt.

  1. Die Katzentoilette

Benutzt Deine Katze ihre Toilette zuverlässig? Alles super! Falls Dein Liebling unsauber wird, solltest Du dem dringend nachgehen. Das ist eher ein Zeichen dafür, dass sich Dein Tier nicht wohlfühlt.

  1. Lass uns reden

Wenn es Deinem Stubentiger sonst gut geht, er keine Schmerzen hat oder krank ist, ist ein nettes Gespräch mit der Katze doch ganz nett. Auch das Schnurren ist in der Regel ein Zeichen, dass sich der Vierbeiner wohlfühlt und tiefenentspannt ist.

  1. Genüssliches Fressen

Wenn Deine Katze genüsslich frisst, soweit es ihr schmeckt ;-), und einen guten Appetit hat, ist das ebenfalls ein Zeichen, dass alles soweit paletti ist. Schmatz, schmatz!

  1. Tretteln

Mit diesem sogenannten Milchtritt regen Kitten am Gesäuge ihrer Mutter den Milchfluss an. Diese sanfte und massierende Bewegung ist im Erwachsenenalter ein sehr großer Vertrauensbeweis. Sie fühlt sich absolut geborgen und sicher.

Trotzdem ist es wichtig zu beobachten, dass es Deiner Katze im Allgemeinen gut geht und ob verändertes Verhalten oder ungewöhnliche Signale darauf hinweisen, dass etwas nicht stimmt. Wenn eine gesprächige Katze einfach nur gerne redet, kann beispielsweise ein dauerhaftes Miauen beziehungsweise Schreien ein Zeichen dafür sein, dass es Eurer Mieze nicht so gut geht.

Share

Stressfrei Medizin verabreichen

7. Januar 2019

Wie Tierhalter ihren Lieblingen am geschicktesten Medikamente verabreichen, weiß Astrid Behr, Sprecherin des Bundesverbands Praktizierender Tierärzte e. V.

 

Die berühmte Leberwurst

Vielfach in der Praxis bewährt hat es sich, Medikamente im Lieblingsfutter oder in entsprechend präparierten Snacks der Tiere zu verstecken. Bei Hunden, die ihre Nahrung in der Regel gierig in großen Stücken verschlingen, klappt das fast immer.  Bei Samtpfoten dagegen müssen die Halter oft tiefer in die Trickkiste greifen, um aus ihnen kooperative Patienten werden zu lassen. „Denn viele Katzen lecken die Wurst einfach ab“, erklärt Behr und fügt hinzu: „Meist machen Katzen um alles, was anders riecht als gewohnt, einen Bogen.“

Um den Geruchssinn der Katzen zu überlisten, kann es helfen, Tabletten zu zerkleinern und gründlich in einer kleinen Futterportion zu verteilen, zumindest dann, wenn es sich um geruchsneutrale Medikamente handelt. Es muss jedoch darauf geachtet werden, dass die Katze das Futter komplett aufnimmt. Unter Umständen hilft auch ein Tablettengeber, ein greifzangenartiges Werkzeug, das es Haltern gestattet, Tabletten in die Mäuler ihrer Tiere zu bugsieren und dabei die Finger von den Zähnen der Patienten fernzuhalten. Analog dazu lassen sich flüssige Medikamente mithilfe von Einwegspritzen ohne Nadel seitlich in die Mäuler der Tiere spritzen.

Wie Katzen Medizin (ver)putzen

Handelt es sich bei den zu verabreichenden Medikamenten um Pasten oder um Tropfen, so können sich Katzenhalter unter Umständen auch die Reinlichkeit der Tiere zunutze machen – und das Medikament auf das Fell aufgeben, am besten auf die Vorderpfoten. „Dort leckt es die Katze in aller Regel schnell auf“, sagt Behr. Insbesondere in Haushalten mit mehreren Katzen sollten Halter den Patienten aber im Auge behalten, bis er das Medikament vollständig aufgenommen hat, damit keine andere Katze die Arznei ableckt.

Der direkte Weg

Es gibt durchaus Katzen, die sich die Tabletten kurzerhand ins Maul schieben lassen. „Das ist natürlich die einfachste Lösung. Allein: Viele Halter trauen sich nicht so recht“, hat Behr festgestellt. Daher rät sie Haltern, sich das Vorgehen anhand des eigenen Tiers zunächst vom Tierarzt zeigen und erklären zu lassen. Auf diese Weise können Halter etwa lernen, wie man mithilfe der richtigen Grifftechnik den Schluckreflex einer Katze für die Medikamentengabe überwindet und wie man Verletzungen von Mensch und Tier vorbeugt.

 

Gelesen auf TierarztBLOG

Share

Neue Kastrationsaktion für Straßenkatzen in Niedersachsen

31. Oktober 2018

In Niedersachsen wird erneut eine landesweite Kastrationsaktion für frei lebende Straßenkatzen durchgeführt. Im Aktionszeitraum vom 1. November bis 15. Dezember 2018 können Tierschutzvereine, Tierheime und Betreuer von Futterstellen alle Katzen, denen kein Besitzer zugeordnet werden konnte, kostenlos von einem Tierarzt kastrieren lassen. Zusätzlich werden die Katzen gekennzeichnet und registriert, etwa bei FINDEFIX, dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes, um sie zukünftig identifizieren zu können. Der Deutsche Tierschutzbund und der Deutsche Tierschutzbund Landestierschutzverband Niedersachsen unterstützen die Aktion mit jeweils 15.000 Euro.

Share